Professionell Serverraum einrichten - Orescanin IT
Sicheren Serverraum einrichten - Orescanin IT
Notrufnummer 0231 3300 9001

Welche Neuigkeiten bringt Apple neustes Software Update iOS 11?

Die Vor- und Nachteile im Praxis-Check

Mit den neuen Geräten wurde bei der Keynote am 12.09.17 natürlich auch das lang ersehnte Software Update iOS 11 vorgestellt. Bereits vorab waren Beta-Versionen für Entwickler im Umlauf, sodass die meisten Features des Updates bereits bekannt waren. Seit Dienstagabend (19.09.17) ist das Software Update iOS 11 nun auch für die Apple-Nutzer verfügbar. Welche Änderungen, Vorteile und Nachteile bringt das Update und wie kommen diese in der Praxis an?

Neue Features und neues Design

Die größte Änderung betrifft das Controllcenter. Dieses kann nun persönlich eingestellt und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. So kann jeder Nutzer selbst entscheiden, welche Apps er im Schnellzugriff steuern können möchte. Besonders praktisch ist der Button für den Energiesparmodus. In der Praxis fällt die Gewöhnung an das flexiblere Menü auf Anhieb leicht. Das neue Design bringt aber schon jetzt Nachteile in der Funktionalität mit sich: Der Controll-Button, mit dem sich bisher die Bluetooth-Funktion im Schnellzugriff aktivieren und deaktivieren lässt, funktioniert nicht mehr wie gewohnt. Zwar wird die Verbindung mit neuen Geräten verhindert, bestehende Verbindungen bleiben jedoch trotz Deaktivierung im Controllcenter bestehen. Um also beispielsweise die Kopplung mit der AppleWatch zu beenden, müssen die Einstellungen aufgerufen werden. Gleiches gilt für die verwandten Funktionen AirDrop und AirPlay. Der Schnellzugriff versagt an dieser Stelle also. Medienberichten zufolge sei dies von Apple gewollt, um die Kopplung mit AppleWatch und Co zu verbessern. Gerade mit Hinblick auf die Akkulaufzeit ist es jedoch nicht empfehlenswert, die Bluetooth-Verbindungen dauerhaft aktiviert zu lassen.

Vorteile der anderen Art bietet hingegen die neue Driving- Funktion: Durch eine neue Einstellung erkennt das iPhone eigenständig, ob der Nutzer gerade Auto fährt und aktiviert, sofern dies gewünscht ist, eine ‚Nicht stören‘-Funktion. So blockiert das Gerät für die Dauer der Fahrt Mitteilungen und Benachrichtigungen und teilt dem Absender der Nachrichten mit, dass der Fahrer gerade nicht erreichbar ist. Der Beifahrer oder andere Nutzer im Fahrzeug können die Funktion jederzeit ausstellen und das Smartphone wie gewohnt nutzen. Der Driving-Modus soll die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Fraglich bleibt, wie viele Nutzer diese teilweise störende Funktion tatsächlich einrichten.

Eine weitere Neuerung durch iOS 11 sind endlose Live-Fotos. Die bereits von älteren Modellen bekannten Live Fotos lassen sich jetzt in einer Endlosschleife als Film abspielen. Zudem soll die Funktion durch künstliche Intelligenz verbessert worden sein und weniger Speicherplatz belegen. Im Praxis-Check macht die neue Foto-Spielerei einen guten Eindruck, vor allem das geringe Datenvolumen der Aufnahmen ist praktisch.

Verbessert wurde auch die Karten App von Apple. Diese bietet nun neben einer verstärkten Kopplung zu Siri interaktive 3D-Ansichten, Turn-by-Turn Navigation sowie vorausschauende Vorschläge. In einigen Ländern wird zudem von nun an Indoor-Navigation möglich gemacht. Ob und wann von diesem Feature auch die deutschen Apple-Nutzer profitieren ist nicht klar. Trotz der Optimierung kann die App noch nicht mit dem Marktführer Google-Maps mithalten.

Des Weiteren lässt sich Siri mit iOS 11 jetzt mit schriftlichen Befehlen steuern und einige Icons haben ein neues Design. Auch der Appstore wurde optisch etwas aufpoliert. Besonders praktisch: Nutzer können jetzt neben den bereits bekannten Screenshots, auch Screenvideos festhalten.

iOS11 am iPad

Natürlich profitieren auch iPhone-Nutzer vom Update, doch vor allem das iPad zeigt sich von den Änderungen durch iOS 11 betroffen. Für die professionelle Nutzung gibt es endlich einen Datei-Manager, ein Copy-Paste-Feature und einen Mehrfenstermodus sowie Drag & Drop. Für den Gebrauch im Berufsalltag ist dies eine wesentliche Verbesserung, die Bedienung des Mehrfenstermodus ist zu Beginn jedoch ein wenig kompliziert gewöhnungsbedürftig. Eine neue Tastatur erinnert an Windows und gestaltet die Bedienung intuitiver. Grau hinterlegt erscheint nun auf jeder Taste die doppelte Belegung, die sich mit der Umschalt-Taste nutzen lässt. Die Kamera kann mit iOS 11 auch als Dokument-Scanner genutzt werden. Vor allem beim iPad tritt das bereits erläuterte, neue Kontrollzentrum in den Vordergrund und sorgt für einfache, individuelle Schnellzugriffe, das Update lohnt sich also gerade für Tablet-Besitzer.

Fazit

Kleinere Optimierungen und das neue Design machen einen guten Eindruck. Viele versprochene Änderungen haben bisher (vor allem in Deutschland) jedoch nur geringe positive Auswirkungen. Die angekündigte Revolutionierung von Siri beispielsweise lässt sich erst beim Umstellen auf die englische Version feststellen, lediglich die schriftliche Bedienung ist nützlich. Hinzu kommt, dass bereits erste Nutzer im Netz über Störungen mit Office365 sowie Probleme beim Versenden von Mails klagen.  Gut kommen hingegen die übersichtlichere Gestaltung des Benachrichtigungs-Fensters und die Profi-Funktionen fürs iPad an. Generell laufen die neueren Geräte unter iOS 11 schneller, ältere Geräte wie das iPhone 5s (das älteste unterstützte iPhone) profitieren bei der Perfomance nicht nennenswert. Für die kommenden Überarbeitungen des Updates hat Apple also noch einiges zu verbessern. Das Update lohnt sich aber auf alle Fälle bei der Nutzung eines iPads.

Weitere interessante Artikel